Der Judo-Club Godshorn bietet seit dem Jahr 2002 Judo für Menschen mit einer Behinderung an. Die Idee entstand als ein "gewisser" Marco Goldenstein beim einem Donnerstagstraining auftauchte.

Marco Goldenstein ist selbst seit frühster Kindheit hochgradig sehbehindert. Er hat als kleines Kind an der Blindenschule in Hannover mit Judo angefangen. Im Laufe der Jahre hat Marco eine Ausbildung zum Fachübungsleiter für Judosport und Rehabilitationssport absolviert. Er ist Träger des 1.Dan (schwarzer Gürtel).

Die Prämisse unseres Vereins ist es seit seiner Gründung, Menschen in jedem Alter und jeder Nationalität die Möglichkeit zu bieten, sich sportlich in unterschiedlichen Ausprägungen im Judokampfsport zu verwirklichen. Insofern vervollständigte das G(ehandicapt)-Judo, dank Marcos Trainerengagement, unsere sportliche Bandbreite umfassend.

Judo - Ein Sport für ALLE

Seit Beginn der 70er Jahre wird Judo erfolgreich in den Behindertensport integriert. Unseren behinderten Schülern werden Anreize im Bereich der Koordinationsfähigkeit und Kräftigung gegeben. Judo ist eine interessante Alternative/Ergänzung zur Krankengymnastik. Es wurde festgestellt, dass sich bei vielen der Muskeltonus reguliert. Auch psychosomatische Probleme verschwinden, die Selbstsicherheit steigt und die Koordinationsfähigkeit verbessert sich.

Mit Marco als fachqualifizierten Trainer bot es sich an, eine so genannte "Handicap-Gruppe" mit seinerzeit 4 Schülern ins Leben zu rufen. Derzeit besteht die Handicapgruppe aus sieben Schülern. Marco wird bei den Trainingseinheiten von Jannik unterstützt, der als Übungshelfer begann und nunmehr selbst die Trainer C-Lizenz besitzt. Im Übrigen wurde der JC Godshorn vom Deutschen Judobund zertifiziert und somit die Erfüllung sämtlicher Qualitätskriterien bestätigt.

Unsere Zielsetzung:

Ein Jukoda kann seine Techniken verbessern, höhere Judo-Grade erwerben oder verschiedene Formen des Wettkampfsportes betreiben. Das Ziel des Judo der Behinderten besteht jedoch nicht primär darin, eine Judotechnik effizient, brillant und dynamisch auszuführen. Vielmehr will Judo dazu beitragen, den behinderten Menschen bei der Bewältigung ihrer Alltagsprobleme durch ein kleines Stückchen mehr an Selbständigkeit und Handlungskompetenz zu helfen.

Neben den sportlichen Aktivitäten geht es um die Verbesserung der psychosozialen und gesellschaftlichen Situation durch Förderung von Kontakten und Kommunikation. Trainingsgrundlagen des Judo sind partnerschaftliche Boden- und Standtechniken, Gemeinschaftsspiele und Entspannungsübungen.

Die technischen und moralischen Fortschritte unserer Handicaps sind ein absoluter Erfolg! Heute tragen drei der Schüler den orangenen Gürtel (5.Kyu) einer Schüler gelb-organe (6. Kyu) sowie ein Schüler den weiß-gelben Gürtel (8.Kyu). Durch das zielstrebige Arbeiten der Schüler und des Trainerteams geht es bald der nächsten Gürtelfarbe entgegen.

Wir sind sehr stolz, dass sich trotz zwischenzeitlicher Abschiede von Schülern die Anzahl der G-Judokas auf einem sehr stabilen und steigenden Niveau befindet. Damit stemmen wir uns gegen den Trend, der grundsätzlich schwindende Mitgliederzahlen in der Randsportart Judo liefert.

Den Handicap-Flyer haben wir zu Beginn dieses Jahres in mehreren sozialen Einrichtungen verteilt und hoffen auf entsprechende Resonanz.

Selbstverständlich werden wir dieser Arbeit nicht Müde werden. Der eifrigste Werber ist und bleibt Marco selbst, der bei jeder Gelegenheit einen Flyer aus der Tasche ziehen kann!

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